Synology Diskstation – Mehr als nur ein Home-Server

22/01/2012 | By | 26 Comments

Netzwerkfestplatten sind in Vergessenheit geraten, zumindest seit dem es preisgünstige NAS-Server von Hersteller wie Synology und QNAP gibt. Wäre so ein Stück Hardware auch für mich das Richtige?

Diese Frage kann ich mit einem klaren „Ja“ beantworten.

Vor einigen Jahren habe ich mir die Synology DS107+ gekauft. Diese NAS sollte technisch meinen Ansprüchen mehr als gerecht werden. Nachdem die Anwendungsgebiete und die Software von Synology mehrmals im Jahr upgedated und die Feature-Liste länger und länger wurde, hat sich auch der Einsatzzweck massivst ausgeweitet. Grund genug, warum 2011 Synology erneut von mir Geld erhalten hat. Im Jahr 2011 ist es eine  DS110+ mit stärkerer CPU und mehr Arbeitsspeicher geworden. Die Gründe dafür werde ich gerne in diesem Beitrag erläutern.

Mein NAS-Server ist das Zentrum meiner Wohnung geworden! 😉

DSM 4.0 – Beta verfügbar

„Wir sind erfreut, das anspruchsvollste Release des Unternehmens enthüllen zu können,“ sagt Derren Lu, CEO von Synology Inc. „DSM 4.0 wurde mit den neuesten Technologien entwickelt und bietet den Anwendern der Synology DiskStation und RackStation allerhöchste Leistung und Zuverlässigkeit,“ fügt Lu hinzu.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, was hinter dem Namen Synology steckt. In Zeiten, wo Endkunden sich vor dem Kauf des Stück Hardwares auch über die Updatepolitik des Herstellers informieren müssen, kann man getrost sagen, das man vor dem Kauf eines Synology-Produktes keine Ängste schüren muss.  Nun ist der Disk Station Manager bereits in der Beta-Version 4.0 erhältlich. Normalerweise sollte nach ausgiebigen Tests der Community der Final-Patch in zwei bis drei Monaten auf eurem Gerät landen. Hier ein grober Vergleich zwischen den beiden Versionen:

 Welche Features hat nun so eine NAS eigentlich?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten, denn Synology hat  den Umfang des Disk Station Managers massiv ausgeweitet. Freudentränen kann man sich als Kunde wohl nicht verhalten. Um Muskelkrämpfe wegen scrollen des langen Blog-Beitrags zu vermeiden, werde ich nur auf wenige Möglichkeiten eingehen. Einen groben Überblick bekommt man auch HIER!

File- und Print-Server

Wohnen mehrere Personen in jedem Haushalt gibt es auch mehrere Computer die Daten verursachen. Diese Daten gilt es zentral abzulegen und zu sichern. Also braucht man dafür einen zentralen Speicher – eine NAS. Überraschenderweise ist nun auch mein günstiger USB-Drucker dank NAS zu einem Netzwerkdrucker mutiert!

VPN-Server

Synology VPN Server ist ein Add-on, mit dem du deine DiskStation in einen VPN Server verwandeln kannst, sodass DSM-Benutzer über das Internet ohne Sicherheitsrisiko auf gemeinsame Ressourcen im lokalen Netzwerk der DiskStation zugreifen können.

Gemeinsame Dateien

Hat man eine NAS, können unendliche viele Benutzer mit einem ausgeklügelten Rechte-System auf eure NAS zugreifen, oder auch nicht. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten, wie man seine Daten von außen zugänglich macht. Der DSM bietet flexible Möglichkeiten zum Speichern und gemeinsamen Nutzen von Daten zwischen Windows®-, Mac®– und Linux®-Clients. Windows®-Anwender können auf den Server über SMB/CIFS (Windows® Netzwerkumgebung), FTP und WebDAV zugreifen, Mac®-Anwender über SMB, FTP, AFP und WebDAV und Linux®-Anwender über SMB, FTP, NFS und WebDAV. Ich selbst nutze meist den integrierten Medien-Browser. Wie praktisch das ist, wenn man überall wo man Internet hat auf seine Daten zugreifen kann, muss ich hoffentlich nicht näher erläutern! Dazu gibt es natürlich auch eine Log-Datei, in welcher gespeichert werden kann, welcher Benutzer wann auf welche Datei zugegriffen hat.

Benutzer, Gruppen und Berechtigungen

Relativ simpel kann man Benutzer anlegen, welche auf deine NAS zugreifen können. Dabei kann man die  Benutzer in Gruppen einteilen wie zB. bei mir Privat, Freunde, Demonic-Nights, Bogensport und Arbeit! Jedem Benutzer kann man zu dem einen Home-Ordner freischalten und das Kontingent einstellen, wie viele Daten dieser hier uploaden kann. Natürlich kann man für jeden Ordner einzeln das Lese- und Schreibrecht vergeben! Administratoren oder IT-Teams, die sich mit Windows® besser auskennen, profitieren von der vollständigen Unterstützung für die Liste für Windows® Zugangskontrolle (ACL) und dem nativen Nutzungserlebnis, das sie ihnen ermöglicht. Windows® ACL bietet zudem umfassendere und flexiblere Privilegieneinstellungen.

Datensicherung

Die Datensicherung läuft bei mir als 1-Bay-NAS auf eine externe Platte und zusätzlich auf meine alte DS107+. Die externe Festplatte kann per eSATA oder USB angeschlossen werden. Wer bestimmte Ordner auf seinem PC überwachen und automatisch sichern lassen möchte, kann sich den Synology Data Replicator 3 installieren!

DLNA – Medienserver

Neben PS3- und Xbox 360-Unterstützung kann man auch auch auf Mediengeräte wie Fernseher oder Stereoanlagen gespeicherte Musik oder Videos streamen. Beim Kauf eines Fernsehers sollte man darauf achten, dass dieses Gerät DLNA®/UPnP® kompatibel ist.

Mein Homeserver und meine Musik

Als begeisterter Rock- und Metal-Fan und Gründe von Demonic-Nights ist es natürlich klar, dass ich täglich mit Musik zu tun habe.  Ob Audio Station, iTunes ServerAirPlay oder die Logitech SqueezeBox-Software. Die Software von Logitech kann man einfach unter Paketverwaltung im Manager nachinstallieren und konfigurieren. Die Software lädt dann die gesamte Musiksammlung in die SqueezeBox-Datenbank, welche man dann auf geeigneten Logitech-Player in der gesamten Wohnung abspielen kann. Ob Internetradio, div. Apps oder die eigene Playlist Eine Übersicht der Produkte findest du HIER! Will man Software von Drittanbieter wie das SqueezeCenter einsetzen, sollte man auf jedenfall achten, dass die NAS mind. 256MB Arbeitsspeicher hat. Ich selbst bin begeistert und habe mir eine kostengünstige App um 2,99 Euro gekauft, mit welcher ich meine NAS über Wireless-LAN fernsteuern kann. Es gibt auch genügend kostenlose Alternativen. Als Player verwende ich die mittlerweile nicht mehr erhältliche SqueezeBox Classic.

Smartphone-Unterstützung

Ausgereifte Apps sind natürlich auch für Android- und das iPhone erhältlich! Für die Android-Apps klicke man HIER!

Download Station

Leute mit geringerer Bandbreite kennen es nur all zu gut. Man lädt ein Programm, Spiel oder Patch aus dem Internet, welches riesengroß ist. Man muss natürlich den PC anlassen, damit der Download vollständig abgehandelt werden kann. Mit der Download-Station ist das Geschichte. Einfach die Download Station mit dem gewünschten DL-Link füttern und schon geht es los. Auch diese Funktion funktioniert weltweit und natürlich auch vom Smartphone. Das rund um die Uhr verfügbare Download-Center bietet auch Unterstützung für BitTorrent-, FTP-, HTTP-, eMule-, NZB Nachrichtenserver-Dateien und verschiedene Dateihosting-Sites wie zum Beispiel Rapidshare. Um die Download-Aktivitäten auf bestimmte Tageszeiten zu beschränken, lege einfach einen Download-Plan fest. Auf Wunsch kannst du dich über abgeschlossene Download-Aufgaben mit einer E-Mail-Benachrichtigung informieren lassen.

Surveillance-Station

Mit der Surveillance Station kann man IP-Cams in die NAS einbinden und von PC mit Internetzugang oder Smartphone weltweit die Kamera steuern. Ein ausgereiftes Überwachungsmanagement hilft, gewisse Bereiche professionell zu überwachen. Dabei kann man sich sogar Screenshots des Auslösers uvm. auf das Handy schicken lassen. Ich selbst habe eine Trendnet TV-IP422W-Cam für Tag- und Nachtaufnahmen mit Schwenk- und Neigekopf im Einsatz!

Mail Station

Die Synology DiskStation bietet eine Lösung mit einem zentralen E-Mail-Server, der Benutzern in jeder Firmen-Arbeitsgruppe Exklusivität und Datenschutz zusichert. Der E-Mail-Server bietet eine Plattform mit verschiedenen Kommunikationsprotokollen und erlaubt Ihnen, E-Mails unter Ihrem eigenen Domainnamen zu senden und abzurufen, während das Add-on Mail Station eine Webmail-Oberfläche zur Verwaltung Ihrer E-Mails zur Verfügung stellt. Für Firmen und Leute, die ihre E-Mails nicht auf Cloud-Servern von Drittparteien speichern möchten, ist dies die ideale Lösung.

Web Station

Wer genügend Bandbreite und eine schnelle NAS gekauft hat, kann sogar seine Website mit der Web Station hosten. Mit der integrierten Unterstützung von PHP und MySQL® können Benutzer selbst eine dynamische, datenbankbasierte Website entwickeln oder eine Vielzahl von Open-Source-Programmen auf deiner Synology DiskStation installieren. Zudem kannst du einfach die IP-Adresse der NAS in deinen Browsers eingeben, um deine Website anzuzeigen. Mehr Infos dazu gibt es HIER!

Photo Station

Die Photo Station ist quasi ein Photo-Blog, auf welchen man je Ordner Rechte vergeben kann. So kann man Fotos für Freunde, Verwandte, Bekannte und Arbeit auf der Photo Station uploaden und veröffentlichen. Diese haben wiederum den Vorteil, dass diese sich die Fotos auf Knopfdruck auf den Rechner laden oder auch nur ein Kommentar verfassen können.

Virenschutz, Firewall und Automatische Blockierung

Mit der aktivierten automatischen Blockierung kann man sogenannte Brute-Force-Attacken abwehren und IP-Adressen aussperren, welche Benutzer und Passwort innerhalb einer gewissen Zeitspanne des öfteren falsch eingegeben haben. Auch eine Firewall ist an Bord. Der Virenschutz ist erst in der kommenden Version 4.0 verfügbar. Dieses lässt sich natürlich alles optional aktivieren.

Geringer Energieverbrauch und feines Energiemanagement

Die DiskStation verbraucht nur wenig Strom. Greift man länger nicht auf die NAS zu, schaltet sich diese in den Ruhemodus. Dies spart noch mehr Energie und verlängert auch die Lebensdauer der Festplatte. Desweiteren kann man mit dem mitgelieferten Energiemanagement konfigurieren, wann sich die NAS ein- und ausschalten soll. Über einen Stromausfall kann man sich auch per Mail informieren lassen.

Viele weitere Anwendungen von Hersteller

Damit ist aber noch nicht Schicht im Schacht! Denn viele weitere Apps werden von Fremdherstellern für Synology angepasst. Darunter auch bekannte Blog-Systeme wie WordPress, Drupal, Joomla und Typo3. Aber auch phpMyAdmin und SQL Buddy, Wiki und Ticket-Systeme laufen auf dem kleinen Freund!  Eine Übersicht gibt es HIER!

Community und Wiki

Wenn man trotz der vielen Anleitungen und einfachen Benutzeroberfläche ansteht, kann man im hilfsbereiten deutschen Synology-Forum um Rat fragen. Auch helfende Hände sind dort immer gerne gesehen.  Viele offene Fragen beantwortet auch die Synology Wiki, welche extra für deutschsprachige Synology-Neulinge und Enthusiasten zusammengestellt wurde.

Danke an „Itari“ für den Kommentar und Einwand! 😉

Das ich eigentlich hier noch nicht am Ende bin, wissen Synology-Freaks, aber ihr wisst ja wie sich ein Scroll-Muskelkater anfühlt. Fragen zum NAS-System kann ich gerne beantworten. Auf Wunsch kann ich auch gerne Screenshots anfertigen und in diesem Beitrag hochladen.

 Quellen: Synology

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  • Hab trotzdem lieber einen Server mit einem vollwertigen Betriebssystem und dann entsprechendem Software Raid. Hardware Raid ist ja so eine Sache.

    • Ein vollwertiger Server verbraucht meist mehr Strom. Ich habe mir etlichen Linux-Versionen und Apps angesehen. Man muss halt selbst viel rumwerken, studieren, etc.! Wenn man den Funktionsumfang von diesen NAS-Systemen ansieht, hast du viel Arbeit vor dir, wenn du es so hinbekommen willst. Und wenn du soweit bist, muss es noch immer nicht einwandfrei laufen. Bei dieser NAS läuft wirklich alles ohne Probs. Auch Freunde, welche ein RAID haben..

      Der Preis für ein 1-Bay-System ist mMn. nicht teuer.
      Infos betreffend Raid kannst du dir hier ziehen: http://www.synology-wiki.de/index.php/Planung_der_Festplatten_und_Raidlevel

  • Aber eine Bay? Wo bleibt da die Datensicherheit?

    Viel werkeln musst du auch nicht mit ubuntu, mint oder windows als betriebssystem. vieles ist von haus aus dabei, flexibler allemal. der stromverbrauch, kann schlussendlich auch kein argument mehr sein, 20 W braucht auch eine 4 Bay NAS ohne HDDs. 4 Platten Rein sind dann nochmal genehme 20W. Also 40 im Betrieb. Mein Dual CoreAtom basierender Fileserver mit 4 Platten, pendelt zw. 40 (Lerrlauf, BackupMode) und 50W (Rechenlast) 😉

    Vorteil: sehr flexibel erweiterbar wann immer es was neues gibt, ja, mann muss dafür halt auch etwas mehr zeit investieren ^^

    • Die 110+ hatte ich aus Kostengründen gewählt, dafür habe ich ja jetzt zwei Synology Server! Die 107+ bootet täglich nachts hoch, macht ein komplettes Backup der NAS und fährt wieder nieder. Die externe Seagate HDD ist für die wöchentlichen Backups zuständig. Auch energietechnisch muss ich dadurch nur eine Platte mit Strom versorgen!

      Für mich als Privatperson reicht diese Datensicherheit völlig aus. Im beruflichen Umfeld sollte man natürlich auf ein Raid setzen.

      Stromverbrauch mit einer 2TB WD20EARS: ~18 Watt (Betrieb); ~ 6-7 Watt (Ruhezustand)

      Der Stromverbrauch von deinem System kann sich auch sehen lassen. Hört sich sehr effizient an.

      Was die Investition der Zeit und die Flexibilität angeht, sind die meisten Funktionen auch von Laien verständlich. Wenn sich aber zB. ein Otto-Normalanwender über die Konfiguration und Installation wie dem von dir zusammengestellten NAS drüberstürzen würde, würde er wohl nicht lange die Nerven oder auch nur Zeit dafür haben. Darum gilt es abzuwägen, wer denn das System kauft und auch will. Für mich erfüllt es alle Anforderungen und noch mehr!

  • Addendum: ein NAS ist ein pragmatischer Ansatz für alle die sich nicht groß mit der Hard und Software auseinandersetzen wollen. Ein Fileserver im Eigenbau was für Frickler, ich bin gerne einer ^^

    • Signed! 😉

      • Das ist übrigens meine nächste Anschaffung sollten die Preise der Festplatten endlich mal wieder nachgeben

          • 16 GB Ram?

            Die Preise der HDDs sollten im März wieder auf normal sein, wenn nicht sogar etwas früher.

            Würde mich freuen, wenn du die angesprochene Konfiguration und Installation deiner NAS in deinem Blog festhalten würdest.

          • 16 GB, ja kost, ja an Scheißdreck ^^
            Verbloggen werd ichs. Muss mal meinen HTPC verbloggen. Nächste Woche vielleicht.

  • So dann verschieben wir die Diskussion hier her 🙂

    Also derzeit ist es noch eine Squeezebox Radio. Die meine Alte Anlgae in eine Webfähige verwandelt hat, da es mich einfach stört wenn ich immer den Rechner laufen lassen muss. Und nachdem das ganze jetzt DLNA fähig ist muss ein NAS her welches hab ich noch keinen Plan.

    • Das Squeezbox-Radio hat nicht unbedingt die beste Qualität. Ich würde zB. das Logitech Duet empfehlen. Stellt man auf und schließt einfach die bombastische Stereoanlage an, dann klappts auch mit den Nachbarn!

      Betreffend Auswahl der richtigen NAS ein Tipp: Nimm auf keinen Fall eine NAS mit weniger als 256MB Ram. Das SqueezeCenter braucht bei zB. Song- oder Interpreten-Suche genug Ressourcen. Meist mehr als 128MB Ram. Also keine 110j, sondern ab der 110 wird es für dich interessant!

  • Itari

    Schade, dass du nicht erwähnt hast, dass viele User sich über die rege deutsche Synology-Community und das Forum freuen. http://www.synology-forum.de/forum.html

    • Servus Itari,
      schön dich hier zu sehen und danke für deine Anregung! 😉
      Ich habe in diesem Blog-Beitrag mich sehr zurückhalten müssen, da es sonst noch um einiges länger geworden wäre!
      Aber das mit der Community ist auf jedenfall ein wichtiger Punkt der erwähnt werden sollte. *Blog updated*

  • Tham

    Hi Maxx,

    erstmal danke für den Blogeintrag. Hat mich darin bestärkt, mir Synology nochmal genauer anzuschauen.

    Ich hab ein paar Fragen. Bei uns war es so, dass wir einen Onkyo 609 im Wohnzimmer stehen haben, dieser hat eine Zone2 funktion, mit der ich ursprünglich die Restliche Wohnung beschallen wollte (via funkboxen). Musik aus dem Netzwerk / Internetradio /etc. wäre damit ja kein Problem gewesen.

    Ein Kollege hat mich dann auf die Airport Express aufmerksam gemacht und im Endeffekt hängen jetzt eine Airport Express im Wohnzimmer am AV-Reciever, in der Küche, im Bad und im Schlafzimmer jeweils mit einem Paar Aktivboxen.

    Vorteil: Alle iOS-Geräte in unserem Haushalt können die Express anfunken, man kann unterschiedliche Dinge in den Räumen hören (statt Zone 2 in der ganzen Wohnung), das ganze System ist leichter erweiterbar (bei Funk hätte ich immer dieselben Boxen nehmen müssen).

    Blöd ist nur: ein iOS Gerät kann immer nur eine Airport Express nutzen. Für multiplen Betrieb muss ein Rechner mit iTunes laufen und man steuert das ganze mit der remote-App.

    Momentan seh ich als Möglichkeit nur, einen Mac Mini ins Wohnzimmer zu stellen, der halt als Medienrechner die ganze Zeit läuft. Blöderweise ist der ziemlich teuer und da kommt Synology ins Spiel.

    Jetzt zu den eigentlichen Fragen:
    Wie gut ist die Integration von iTunes? Man kann ja den iTunes-Server aktivieren, dann seh ich am PC die Synology-Libary. Können unterschiedliche User eigene Playlists im iTunes verwalten? (Über die Sound Station geht das ja)
    Lässt sich das Webradio mit beliebigen Streams erweitern? (Ö3 findet sich nicht wirklich offiziell)
    Und das wichtigste: Wie ist Airplay angebunden? D.h. kann ich per Airplay mehrere Airport Express ansteuern, oder nur eine? Ich hab bisher nur gefunden, dass man zwar multiple ansteuern kann, aber jede mit einer eigenen Playlist (Ein „Mischbetrieb“ wäre natürlich optimal: Meine Freundin hat Internetradio, dass sie Ins Wohnzimmer und die Küche streamt und ich kann mir Bad meine Metal-Musik anhören 😉 )

    Danke schon im Voraus für die Antworten 🙂

    • Danke für deinen Beitrag!

      Grundsätzlich möchte ich dich darüber informieren, dass ich keine Apple-Produkte im Haushalt habe und dies dahingehend nicht eingehend testen kann. Ich bleib da jetzt bei den Logitech Squeeze-Lösungen hängen.

      Ich hab nun mal den Service aktiviert und kopier dir hier mal die Beschreibung rein:

      „Meine Synology beschreibt den Dienst mal folgendermaßen:
      Mit dem iTunes Server können Sie Musik und Videos auf Ihrer DiskStation mit allen iTunes Clients innerhalb eines lokalen Netzwerks teilen und die Multimediainhalte mit iTunes durchsuchen und wiedergeben. Der iTunes Server bietet auch eine Smart Wiedergabeliste Funktion, mit der Sie Wiedergabelisten erstellen können, welche Musiktitel enthalten, die mit den von Ihnen angegebenen Kriterien übereinstimmen.“

      Desweiteren:

      „Alle iTunes-Clients im Netzwerk werden den Servernamen sehen und können Multimediainhalte, welche Sie in die gemeinsamen Ordnern freigeben, durchsuchen und wiedergeben.“

      Weiter unten wird mir noch das Feld „Smart Wiedergabeliste“ angezeigt.

      Eine kurze Beschreibung zum Dienst gibt es auch auf der offiziellen Synology-Website (ganz runter scrollen): http://www.synology.com/dsm/home_home_applications_audio_station.php?lang=deu

      Folgender Link ist für dich vielleicht sehr nützlich: http://blog.synology.com/blog/?p=29

      Wenn du nach wie vor Fragen hast, dann wende dich doch bitte direkt an die Synology-Enthusiasten: http://www.synology-forum.de/forumdisplay.html?14-Streaming-Multimedia-Server-iTunes-Server

      Hoffe, die Synology wird einen Ansprüchen gerecht. Ich habe nun auf die neue Version 4.0 upgedated und ich bin noch zufriedener, als ich vorher eigentlich schon war! 😉

      • Tham

        Hi!

        Vielen Dank für die schnelle Antwort! Schade, dass du die Express nicht hast 😉
        Den Blogeintrag und die Beschreibungsseite kannte ich schon, Blöderweise sagen die mir nichts zum multiplen Betrieb 😀

        Witzigerweise bin ich bei uns im Haus der einzige mit einem Android Handy (Mit dem ich natürlich viel weniger Probleme bei der Integration ins Heimnetzwerk hab ;D). Aber der Rest rennt leider mit den iPhones rum (ebenso wie der gesamte Freundeskreis).

        Ich werd mal im Forum bei den Enthusiasten nachfragen 😉

        • Hi!

          Hier hab ich noch ein Video-Tutorial gefunden. Die Oberfläche ist jetzt wesentlich ansehnlicher geworden!
          http://www.synology.at/us/support/tutorials/iTunes_Server.php 😉

          Yep, die Syno-Community ist echt spitze und hilfsbereit!

          Und was die iPhone-Familie angeht, mein Beileid! 😛

          • Tham

            Huhu,
            Danke! 🙂

            Ich hab jetzt nochmal gestöbert. Momentan ist leider nicht möglich die Airplay-Empfänger synchron zu bespielen (Parallel ist aber schon möglich mit jeweils eigenen Listen! -> Vorteil gegenüber einem Mac Mini, das iTunes hat nur einen Output-Stream).

            Stromtechnisch gesehen, ist Synology ebenfalls weit vorne. Ich glaub 10 bzw. 20 Watt beim NAS vs. >20 Watt bis >80 Watt beim Mac Mini.

            Blöd das ganze 🙂

    • MacUser

      Hi Tham
      Las heute Deinen Beitrag. Weiss nicht ob du eine Lösung gefunden hast. 2013 bietet für mich als IT Ingenieur und Rektor einer Hochschule eine Reihe von neuen Möglichkeiten. Von allem dem was heute auf dem Markt ist, habe ich die „Harley Davidson“ Lösung gewählt.
      Das bedeutet für mich einen robusten Sound, gute Qualität und drahtlos, ohne neue Fernbedienungen und extra Kram. So einfach und unsichtbar wie möglich und so mächtig wie überhaupt möglich.
      Die Lösung nach allen Tests privat und an unserer Hochschule wurde:

      2 Synology NAS mit je 20Tb, die an 2 unterschiedlichen Orten stehen und sich gegenseitig spiegeln, funktioniert super. Das ergibt unsere eigene private Cloud, die über VPN auch am Urlaubsort oder einer Konferenz im Ausland sicher erreichbar ist.
      Die nächste geniale Lösung war Sonos Lautsprecher in allen Räumen. Das System liefert drahtlos verschiedene Musik in die verschiedenen Räume – jeder Raum kann individuell eingestellt werden, als Souround oder einzelne Lautsprecher. Alles gesteuert über iPad oder iPhone. Ein super Sound aus Kalifornien, viel besser als die etwas billigere Logitech Lösung.
      Alle Räume könne zusammen gekoppelt werden bei einer Party usw. Die Musik kommt jeweils vom NAS und ich kann von jedem Raum aus, das gesamte System steuern – die Musik von Raum zu Raum mit mir nehmen usw. und das iPhone ist ohnehin immer in der Tasche.

      Das Apple Ökosystem bezahlt sich hier wirklich aus: Auf der Hochschule wird das System von den unterschiedlichen Lehrkräften individuell gesteuert, oder von der Administration oder ich sende Musik oder Sound in der Pause, nach der Pause oder nach dem Unterricht in alle Räume oder dahin, wo es nützlich ist. Ich komme nach Hause und mein iPhone, iPad stellt sich automatisch auf eine ganz andere Sonos System ein. Meine Anlage ist integriert, genauso wie Lautsprecher in jedem Raum oder im Garten. Das ganze ist dann noch durch ein kurzes Kabel mit dem Airport Express verbunden und damit ist jeder Laut, von allen Apple Geräten, überall einzeln oder zusammen gekoppelt – ohne Delay und astrein steuerbar ! Für mich eine geniale Lösung, auf die ich Jahrzehnte gewartet habe. Jetzt endlich die Freiheit zu haben, die ich möchte, ohne Kompromisse, ist unbeschreiblich….

      Serverlösungen wie FunkFish oben beschreibt, wirken für mich heute genauso altmodisch wir alte VHS Kassetten: Klobig und wenig flexibel, im Verhältnis zu dem grossen Kasten und der Qualität. Neue und smartere Lösungen tauchen auf und nur unsere Skepsis bremst uns um darauf einzugehen. Wir haben es endlich geschaffte einen Server zu konfigurieren, jetzt kommt etwas neues… Skepsis ist oft unser grösster Feind.
      Eine bessere Strategie: Ich habe erst getestet und erst dann geurteilt.

      Das Resultat:
      Synology Rocks! Sonos Rocks! (und für mich nach Jahrzehnten mit Microsoft: Apple Rocks!)

      Danke Maxx für Deinen Blog.

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  • Bist Du mit der 1-Bay Lösung noch zufrieden? Wie viel Speicher brauchste für Deine Daten und welche Platte hast Du installiert?

    • Aus Kostengründen kann ich die 1-Bay-Lösung nur weiterempfehlen. Ich sichere meine Daten auf eine externe eSATA-Festplatte und hatte noch nie Probleme damit. Als Festplatte kommt eine WD20EARS mit 2TB zum Einsatz. Wie viel Speicher ich auf meiner NAS nütze, ist aus meiner Sicht eine für andere Leser uninteressante Antwort. Das hängt natürlich vom persönlichen Einsatzzweck ab. Bis dato komme ich mit Festplatten in der Größenordnung 1-2TB aus. Welche NAS hast du im Einsatz?

  • Christian Dietrich

    Hi, mich würde auch interessieren, welches NAS du derzeit im Einsatz hast. Bräuchte da mal einen kleinen Tipp zur Kaufentscheidung.

    • Synology DS 110+

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