Galaxy Nexus i9250 – Erste Eindrücke – Bericht #2

03/01/2012 | By | Add a Comment
  • Google Nexus - RückseiteMit vollgeladenem Akku muss sich das Google Nexus meiner Installationslust stellen

Nach einer guten Stunde war das Nexus vollgeladen. Mit nur 135g liegt das Handy gut in der Hand. Es ist zufälligerweise genauso schwer wie das HTC Desire. Die Akkuabdeckung ist wertiger als beim Samsung Galaxy 2. Beim Nexus ist die Rückseite etwas rau. Die Akkuabdeckung lässt sich amtlich lösen – bei der Installation muss man darauf achten, dass die Zäpfchen geradelinig auf der Unterseite des Handys einrasten, dann ist alles „easy“.

 

Der Neustart erfolgte spürbar zügiger als jener des HTC Desire mit Android 2.3! Klar, hier werkelt ein 1,2-GHz Dual-Core-Prozessor mit 1GB Ram und Android in der Version 4.0.1! Mittlerweile ist es schon 22 Uhr – doch jetzt passierte genau das, was ich mit meinem Desire nicht machen konnte. Alle gewünschten und interessanten Apps aus dem Market-Laden und das wirklich ohne Einschränkungen. Klar, dass man hier schwerelos und ohne Zeitgefühl seiner Nerd-Tätigkeit nachgeht.

Bei der App-Suche im Android-Market merkte ich bereits eines – das Display reagiert auf meine Eingaben wie ein messerscharfe Rasierklinge. Bam! Ein Schlieren oder einen färbigen Schimmer kann ich überhaupt nicht feststellen. Der Grinser weitete sich aus – mittlerweile ist er wohl größer als das Display! 😉

Ein App nach dem anderen lädt und installiert sich auf mein Nexus, und das ohne gröber in die Knie zu gehen. Selbst bei der Installation von größeren Apps merkt man nur eine Millisekunde Denkpause, dann geht es schon wieder in gewohnter Manier weiter.

  • Tipseln, sprechen und die Apps

Nachdem ich mich beim HTC Desire oft vertippt habe, schieße ich mit dem Google Nexus ein Wort – nein, einen Satz nach dem anderen raus – und das ohne korrigieren zu müssen. Das größere Display macht hier viel gut. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch gleich die Sprachsteuerung versucht. Bam! Gesprochen, auf installieren geklickt und schon ging es hurtig weiter, bis gegen Mitternacht dann schon eine ganze Lawine von Apps in einem Ausmaß von ca. 500MB installiert waren. Nur bei diversen englischsprachigen Apps korrigiert er oft das ausgesprochene Englisch in Deutsch um,  zumindest kommt es mir so vor, auch wenn ich mich noch so an der ordentlichen Aussprache bemühe. Von den angesprochenen 16GB bleiben in der angesprochenen Android-Version 4.0.1 ca. 13,33GB für Schandtaten zur Verfügung. Kurz um, ich habe nach div. Installationen, Testfotos, etc. schon wirklich viel raufgeladen und noch immer 12,5GB frei.

  • Akku

Nachdem das Google Nexus so gut wie nie in den Standby wechseln konnte, hat es bereits innerhalb von 6 Stunden mit WLAN, Installationsorgie und Display auf hell über 80% der gesamten Akkuladung verfressen. Dies darf man aber sowieso bei der Erstentladung nicht ganz ernst nehmen. Die Akku-Kapazität meines HTC Desire hatte sich auch erst nach dem ca. zehnten Ladevorgang angepasst. Für die gebotene Leistung und der derzeitigen Testkonfiguration fühlt es sich zumindest für einen Akku mit 1750 mAh als normal an. Das Handy wurde heute morgen um 6 Uhr von der Stromversorgung getrennt und weiterhin stündlich aktiviert und etwas herumgespielt (WLAN und GPS sind deaktiviert, Reset läuft). 10 Stunden später ist der Akku mit 43% noch immer fast voll.  Besser geht immer, ich bin zufrieden!

  • Sicherheit, Front-Cam und Facelock

Da das Nexus auch eine 1,3 Megapixel Frontkamera hat, kann man zB. auch Video-Meetings abhalten. Habe dies bereits mit meiner Freundin in einem Google-Hangout getestet. Funktioniert wirklich 1A und sehr sauber. Im Hangout kann man zB. zwischen Front- und Back-Cam switchen. Startet man einen Hangout zB. vor einer Sehenswürdigkeit, könnte man mit einem Klick das Bild der 5 Megapixel großen Back-Cam übertragen. Für Aufnahmen eignet sich die Frontkamera klarerweise nicht, die Bilder sind verrauscht (ich bin nüchtern!). Für Hangouts oder Facelock jedoch völlig ausreichend. Speziell letzteres ist ein witziges Feature. Klappt bei mir zu 90%. Im Konfigurationsmenü kann man einstellen, was passieren soll, wenn es nicht klappt. Hier gibt es wie beim Desire auch die Auswahl es durch ein Muster oder durch einen PIN-Code zu entsperren.

  • Google HangoutDie Qualität der Kamera und der LED-Blitz

Fünf Sterne kann man für die 5 Megapixel-Kamera nicht geben. Dafür passt das Balancing nicht. Ein Schnappschuss ohne vieler Vorkonfiguration neigt zu einem Gelbstich. Mit ein paar Einstellungsmöglichkeiten, eventuell einer neuen Android-Version oder einer alternativen Kamera-App ist hier sich noch einiges drin. Ich selbst habe mir nicht  mehr erwartet, für normale Handypics bzw. Schnappschüsse reicht es. Für einen lang ersehnten Städtetrip mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten würde ich es aber sein lassen, dafür sind die Farben zu matschig. Bei selbiger Qualität reiht sich dann natürlich auch die Videofunktion ein. Geht, funkt, tut es  – sogar mit einer Auflösung von 1080p – aber beim letzten Teil von Transformer wurde mit Sicherheit eine andere Kamera eingesetzt! 😉

Positiv erwähnen möchte ich bei dieser Gelegenheit die Auslöseverzögerung. Die liegt quasi bei null. Ich habe von einem Freund fünf Fotos gemacht –  in einer Zeit wo normale Handycams eines machen. Liegt wohl auch daran, dass nun alles in den internen Speicher läuft – und das zügig! Weitere Details zu dieser Thematik sind für mich nicht nennenswert.

  • Das Nexus und der Lautsprecher! Sounds good?

Was mich vor dem Kauf etwas verunsichert hat war, dass das Nexus sehr leise sein soll. Dass ich in der Früh aus dem Bett komme, muss es gewaltig piepen, fiepen und hämmern. Ausgepackt und die mitinstallierten Klingeltöne getestet, würde ich das wirklich unterschreiben und etwas Bedenken bekommen, ob ich es pünktlich zur Arbeit schaffe. Aber nachdem ich mir selbst eigene Sounds raufgespielt habe, versank dieser Kritikpunkt hinter den Hügeln von Mordor. Derzeit hab ich einen Weckton im Einsatz, denn ich sogar zurückregulieren muss. Beim Abspielen von Videos klingt der Sound OK – es ist zumindest nicht schlechter als der Sound vom Desire, wenn auch zugleich nicht unwesentlich besser. Die Lautstärke bei Youtube-Videos ist sicher nicht zu laut. Apropo Youtube, bei der Displaygröße machen Videos Spaß! Meine Recherche ergab, das Google im nächsten Update die Lautstärke korrigieren wird. Derzeit helfen sich einige User mit Apps aus dem Market, wo sie die Lautstärke im allgemeinen erhöhen können. Übrigens, der Lautsprecher des Google Nexus befindet sich auf der Rückseite unten – 1cm vor dem Ende des Gehäuses.

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